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John Elkann enthüllt bahnbrechende Pläne für Stellantis: Was bedeutet das für Europa?

John Elkann, Präsident von Stellantis, bekräftigte kürzlich im Parlament die zentrale Rolle Italiens in der Strategie des Unternehmens und forderte die EU auf, die Energiekosten zu senken sowie die Regelungen zur Elektroautoumstellung bis 2035 zu überdenken. Der Austausch fand in der legendären Sala del Mappamondo statt und diente dazu, die Bedeutung Italiens und die Prioritäten von Stellantis in einem sich verändernden globalen Umfeld zu unterstreichen.

Italien als zentraler Produktionsstandort

Elkann erklärte, dass die italienischen Werke mit den neuesten Multi-Energie-Plattformen von Stellantis ausgestattet sind, darunter STLA Small, Medium und Large, die bereits in Melfi und Cassino in Betrieb sind. Diese Investitionen sollen den italienischen Einrichtungen maximale Flexibilität bieten, um eine breite Palette von Stellantis-Modellen zu fertigen und sowohl Produkt- als auch Motorisierungsansprüche der Kunden zu erfüllen.

Zusätzlich zur Betonung der Kräfte Italiens sprach Elkann die Bedeutung von Maserati und die geplante Gigafactory in Termoli an. Während Maserati untrennbar mit Italien, Modena und der Motor Valley verbunden bleibt, sind Vorsitzende darauf bedacht, sich auf mögliche Wechselwirkungen durch Zollpolitiken außerhalb Europas vorzubereiten.

Herausforderungen durch Energiekosten

Ein weiterer Schwerpunkt von Elkanns Rede war die Anmahnung zur Reduktion hoher Energiekosten in Europa. Diese Preise, fünfmal höher als in China, stellen ein erhebliches Hindernis für die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Hersteller dar. Deshalb forderte Elkann die EU auf, die Energiepreise auf ein global wettbewerbsfähiges Niveau zu senken und stabile, prognostizierbare Bedingungen zu schaffen, um die Produktionskosten insgesamt zu senken. „Die europäischen Automobilhersteller haben einen strukturellen Nachteil gegenüber ihren chinesischen Wettbewerbern, der 40 % der Gesamtherstellungskosten entspricht“, sagte Elkann.

Appell an die EU-Regelungen

In seiner Rede betonte Elkann, wie wichtig es sei, nicht nur auf die vollständige Elektrifizierung zu setzen. Stellantis, so Elkann, unterstützt die Elektrifizierung als effektivste Methode zur Erreichung der Dekarbonisierungsziele, aber der Einsatz einer vollständigen Palette von Niedrig- und Null-Emissions-Technologien sei ebenso zentral, um die Klimaziele 2035 zu erreichen.

Er rief zu einem breiteren Verständnis der Infrastrukturen für Elektromobilität auf, wobei der Fokus auf einfaches, zugängliches und schnelles Aufladen von Fahrzeugen gelegt wird, um den Übergang zur Elektromobilität zu fördern. Er warnte die EU, nicht hinter den USA und China zurückzubleiben, die proaktiv nationale Interessen in ihrer industriellen Automobilpolitik verankern.

Elkanns Rede im Parlament wird als bedeutender Schritt gesehen, um die EU auf die Herausforderungen aufmerksam zu machen, die europäische Hersteller in einer global, stark vernetzten Automobilindustrie meistern müssen. Die Forderungen von Stellantis reflektieren den Wunsch, eine solide Basis für die Automobilbranche zu schaffen, die bereit ist, den geopolitischen und technologischen Herausforderungen mit Innovationskraft zu begegnen.

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